Premiere: CocoonDance // HYBRIDITY // 18.09.2020 // Ringlokschuppen Ruhr

Premiere: CocoonDance // HYBRIDITY // 18.09.2020 // Ringlokschuppen Ruhr


Ballerina trifft auf Krieger, sublime Ästhetik auf Vollkontakt-Sportart, Hoch- auf volkstümliche Bewegungskultur. Auf der einen Seite das kunstgerechte Ideal des ätherisch, irrealen, weiblichen Körpers, auf der anderen, die des ertüchtigten, kriegerischen, männlichen.

Wie bereits zuvor bei Stücken wie „Momentum“ und „Vis Motrix“, lässt sich das Ensemble um Rafaële Giovanola bei seiner Suche nach dem noch ‚ungedachten‘ Körper von fremden Bewegungsformen, hier nun gleich zwei, die dazu noch konträrer kaum sein könnten, inspirieren. Beide, Romantisches Ballett wie Thai Boxen, gehören zum Kulturerbe und zu den tradierten Körperbildern in Asien und Zentral-Europa.

Für Recherche, Training und Coaching dieser Bewegungskonzepte standen CocoonDance Isabelle Fokine, Enkelin des legendären Choreographen Michail Fokine und der mehrfache Welt- und Europameister in Muay-Thai, Priest Tyron West, zur Verfügung.

Ziel von HYBRIDITY ist letztlich, die schon im Titel avisierte Verschmelzung beider zu etwas gänzlich Neuem. Die ästhetisch wie physisch entworfene Mischform weist Angebote zu einer spekulativen Erweiterung unserer Definition von Körper, Geschlecht und Identität auf.

Eine Produktion von CocoonDance in Koproduktion mit Ringlokschuppen Ruhr Mülheim, Théâtre du Crochetan Monthey, Malévoz Quartier Culturel, Hessisches Staatsballett/ Staatstheater Wiesbaden, Theater im Ballsaal Bonn

Gefördert durch Fonds Darstellende Künste, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW Landesbüro Darstellende Künste e.V., RheinEnergieStiftung Kultur, Bundesstadt Bonn, Pro Helvetia, ThéâtrePro Valais, Loterie Suisse Romande, Conseil de la Culture État du Valais