PREMIERE: Power Moves // fabien prioville dance company // 28.11.2019 // tanzhaus nrw Düsseldorf

PREMIERE: Power Moves // fabien prioville dance company // 28.11.2019 // tanzhaus nrw Düsseldorf


Hier dreht sich alles um die Macht der Bewegung – oder die Bewegungen der Macht. Im Span-nungsfeld zwischen historischen Bewegungszeremonien bei Hofe und kämpferischen Zusammenkünften bei HipHop-Battles widmet sich das neue Stück von Fabien Prioville dem Komplex von Macht, Körper und Bewegung. Dabei geht der Düsseldorfer Choreograf davon aus, dass die ästhetischen Gebrauchsweisen von Bewegung und der Einsatz von Körpern nicht nur im Tanz der Inszenierung von Macht dienen. In seiner Choreografie werden zeitgenössische Bewegungskonzepte, ihre Kontexte, Lesbarkeiten und Deutungen auf unterschiedliche Weisen hinterfragt. Fabien Prioville verwebt Körperbilder und Bewegungsmuster von Hof und HipHop und spielt mit den entstehenden Assoziationsräumen und Klischees.
Dabei sind „Power Moves“ das Zentrum der Macht – angelehnt an den Fachbegriff im Street-dance, der besonders virtuose Bewegungen beschreibt. Ihre möglichen Auswirkungen werden in ihrer ganzen Bandbreite erforscht. Wie sichtbar illustrieren, erzuegen oder unterlaufen Zeremo-nien und Tanzkulturen Macht? Welche historischen Linien und Brüche lassen sich in den beiden Sphären HipHop und Hof erkennen?
Fabien Prioville ließ sich für „Power Moves“ von der Zusammenarbeit mit dem philippinischen HipHop-Künstler Vince Mendoza und der südostasiatischen Streetdance-Szene inspirieren. Er entwickelt erstmals ein zeitgenössisches Tanzstück für vier urbane Tänzer, die auf den Philippinen beheimatet sind, jedoch in ganz Südostasien aktiv sind. Fabien Prioville erfuhr als Choreograf und Tänzer eine starke ästhetische Prägung durch seine Mitwirkung am Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, die er in den letzten Jahren um eine intensive Auseinandersetzung mit neuen Technologien erweiterte.

Eine Produktion der fabien prioville dance company, koproduziert durch das tanzhaus nrw. Gefördert durch die Kunststiftung NRW, das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf und die Stadt Wuppertal.