Premiere: IPtanz / Ilona Pászthy // So what… mirage #4 // 23.02.2018 // Barnes Crossing

Premiere: IPtanz / Ilona Pászthy // So what… mirage #4 // 23.02.2018 // Barnes Crossing


Cyborgs für den Haushalt, Hochleistungsimplantate und Hightech-Prothesen im Profisport, Diskussionen in Politik und Gesellschaft um Genderneutralität, Genmanipulation und Geschlechtsumwandlungen, unterschiedliche Funktionsweisen, Lebensrealitäten und Bedeutungsebenen von Körpern – inspiriert von diesen aktuellen Themen präsentierte IPtanz in den Monaten August bis November 2017 Tanzminiaturen an verschiedenen Orten im öffentlichen Raum in Köln.

Mit So what…mirage#4 kreiert das Team IPtanz nun in der Fortführung eine Bühnen- und Videoinstallation, die Phantasien von zerstörerischen und schöpferischen Momenten des Phänomens „Fortschritt“, Visionen und Überlegungen angesichts einer unbekannten Zukunft, die sich in Utopien formulieren darf, als Antrieb dieser künstlerischen Auseinandersetzung formuliert. Verhaltensmuster dürfen sich auflösen und neu erschaffen werden, Verknüpfungen von gewohnten Strukturen in Alltag und sozialen Zusammenhängen sollen zerbrochen und frei von Wert und Logik neu verknüpft werden.

Inspiriert von diesen aktuellen Themen stellt sich mirage#4 der Betrachtung einer Vision von Körpervielfalt: Inwiefern beeinflussen die gesellschaftlichen Diskurse und die immer zunehmenden technologischen Eingriffe den sog. „urbiologischen“ Körper? Es entstehen Körperbilder und tanztheatrale Installationen, die sich als METAPHERN FÜR FRAGEN NACH DEM KÖRPER VON MORGEN verstehen.

Im Austausch mit der Medienkünstlerin Parisa Karimi werden unterschiedliche Wege der Annäherung an die Themenvielfalt gesucht und umgesetzt. Richtet sich in der choreographischen Arbeit von IPtanz das Augenmerk auf den Körper als Metapher für das Instrument, die Plattform, die biologische Rohmasse Körper und die VISION EINER KÜNFTIGEN GESELLSCHAFT, so reflektiert Parisa Karimi in ihrer Videoarbeit den Diskurs um den Körper der Zukunft aus feministischen Perspektiven mit gegenwärtigen Fragestellungen zu einer postkolonialen Wirklichkeit. In der Gegenüberstellung beider künstlerischer Konzepte entsteht ein vielschichtiger Blick auf Körper von morgen.

Gefördert durch:
Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW