D-Premiere: CocoonDance Company // GHOST TRIO B – corps multiples // 19./20.1.18 // Ringlokschuppen, Mülheim/R.

D-Premiere: CocoonDance Company // GHOST TRIO B – corps multiples // 19./20.1.18 // Ringlokschuppen, Mülheim/R.


Bist Du da, auch wenn ich Dich nicht sehe? Nicht höre? Nicht spüre? Die neue Performance der CocoonDance Company um die Choreografin Rafaële Giovanola spielt auf raffinierte Weise mit der Wahrnehmung der Zuschauer*innen, mit den Dimensionen von Raum, Zeit und Klang. Die An- und Abwesenheit der Handelnden scheint immer gleichzeitig möglich. Die entstehenden Leerstellen und Zwischenwelten sind die Räume der Gespenster…

Inspiriert von Beethovens Klaviertrio D-Dur, dem sogenannten Geistertrio, und Samuel Becketts Fernsehspiel Ghost Trio nähern sich sechs Tänzer*innen dem unvermittelt Erscheinenden, dem nur schemenhaft Sichtbaren und Rätselhaft-Fremden an. Willkommen in der Welt des Übersinnlichen!

„GHOST TRIO B – corps multiples” knüpft als komplett eigenständige Produktion an „GHOST TRIO A – corps furtifs” an, das am 15. September im Rahmen des Beethovenfests Bonn uraufgeführt wurde und von der Presse als „ein tief beeindruckender Abend …“ (Bernhard Hartmann, General-Anzeiger, 18.09.2017), „… rätselhaft und faszinierend zugleich.“ (Jürgen Bieler, Bonner Rundschau, 18.09.2017) beschrieben wurde. Drehte sich in GHOST TRIO A alles um das Bild der Körperlichkeit, die sich aufzulösen schien, um dann unvermittelt mit neuen Bewegungen und einer neuen Idee von Leben wieder aufzutauchen, so sucht GHOST TRIO B nach Unmittelbarkeit und Anziehung im Bezug zu den Zuschauern. Die Erfahrung unserer gespenstischen Körper als reine Medien, als bloße Form, zielt auf die Loslösung des Körpers aus der Vorgängigkeit von Geschichten. Keine Intrige bestimmt oder motiviert das Verhalten, die Geste selbst verwickelt den Körper, den eigenen und den anderen, in eine Intrige.

GHOST TRIO B wird am 10. Januar 2018 in Monthey (Schweiz) uraufgeführt.

Eine Produktion von CocoonDance in Koproduktion mit: Théâtre du Crochetan Monthey, Ringlokschuppen Ruhr Mülheim, Theater im Ballsaal Bonn. Gefördert durch die Kunststiftung NRW, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Bundesstadt Bonn und Théâtre-ProVS, Le Conseil de la Culture Etat du Valais, La Loterie Romande.