Premiere: 2./3. März 2012, tanzhaus nrw Düsseldorf
Premiere: 8.-10. März 2012, Orangerie Theater in Volksgarten, Köln
Nathalie trifft Katie und Justin trifft Stefan werfen einen Blick auf die unter Zwanzigjährigen. Ist es die Generation Amok, Rausch, Facebook, Porno? Oder die Generation der Pragmatiker, die sich früh um Karriere, Sicherheit und Familie kümmert und eigentlich recht optimistisch in die Welt blickt? Sind sie vielleicht erwachsener als ihre Eltern, die doch so gerne das ewig Jugendliche und Kumpelhafte zelebrieren. Oder sind sie vielleicht „nur“ so vielfältig, wie die Welt in der sie leben?
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Fabien Prioville erarbeitet in From Here To There ein Solo für den Tänzer Dirk Kazmierczak, welches einer abstrakten Biographie gleicht. Ausgehend von alltäglicher Körpersprache entsteht eine Ästhetik, in der praktische Gesten und Tanzbewegungen verschmelzen, bis sie nicht mehr voneinander unterscheidbar sind.
Hier steht die Frau ihren Mann! Die Schauspielerin Bettina Muckenhaupt und die Tänzerin/Choreografin Barbara Fuchs sind sich einig: Die Kinder sind das Beste was Ihnen passiert ist! Der "Rest" ist sekundär. Was sind schon die Geldsorgen, die müden Ränder unter den Augen und der ständige Betreuungsbedarf im Vergleich zum Mutterglück. In Barbara trifft Bettina trifft sich eine Generation, die sich selbstkritische Fragen stellt, Vorlieben und Phantasien offenbart und sich immer wieder fordert.
Weitere Vorstellungen: 5./11. Februar 2012, Staatstheater Kassel
Im Leben existieren Abhängigkeiten. Ein Schritt führt zum nächsten, zahnradgleich ineinander greifend. Häufig liegt die Messlatte körperlicher und seelischer Belastbarkeit niedriger als man erwarten würde: borderline, burn out. Was kann unternommen werden, um sich selbst zu überlisten, auszutricksen und zu betäuben, um immer weiterzugehen, uns den verschiedenen Abhängigkeiten zu entziehen? "Flux" steht als Begriff für einen physikalischen Fluss und steht in enger Verbindung mit "Fluxen", welches für unterschiedliche Verfahrenstechniken bzw. Prüfverfahren steht. Was passiert, wenn das Leben aus den Fugen gerät?
Ein Abend mit Choreografien von Stephanie Thiersch / Michael Langeneckert / Johannes Wieland
Wie viel Tier steckt im Menschen? Immer schon war der Aspekt des Unberechenbaren, Ungezähmten, Wilden ein Faszinosum für die Menschen. So auch für Guido Markowitz und Tarek Assam, die beiden Choreografen der Schritt.Art Company, die in ihrem Stück Human Zoo zwischenmenschliche Beziehungen und deren Ambivalenz und Abhängigkeit untersuchen. Es geht ihnen um den psychologischen Aspekt im Miteinander, der uns oft instinktiv, triebhaft, fast tierisch, handeln lässt.
1986: Ausgangspunkt der Tanz-Performance Studio Album ist ein Jahr, ein Jahrzehnt, mehrere Vergangenheiten, viele Erinnerungen. 2+, bestehend aus der Tanzdramaturgin Célestine Hennermann und dem Videokünstler Philip Bußmann, erinnern sich gemeinsam mit den Tänzern Allison Brown und Alfredo Zinola an das Jahr 1986, an die historischen und kulturellen Umwälzungen und an ihre eigenen Geschichten. Mit der Erkenntnis des heutigen Wissens zeichnen sie in ihrer multimedialen Tanz-Performance melancholische, humorvolle, historische und persönliche Porträts der 80er-Jahre und ihrer Legenden. 1986 waren Hennermann, Bußmann und Brown Teenager, Zinola drei Jahre alt – es war das Jahr von Tschernobyl, Challenger, Libyen, Glasnost, Wackersdorf. Joseph Beuys, Simone de Beauvoir, Gary Grant starben, Lady Gaga kam zur Welt. Und die Pet Shop Boys brachten "please" heraus, das erste Album des britischen Pop-Duos. Dieses wählen 2+ als Symbol für diese Zeit, gleichzeitig bildet die Langspielplatte das inhaltliche und emotionale Zentrum des Abends.
Raimmund Hoghe teilt sich in seinem „Pas de Deux“ die Bühne mit dem japanischen Tänzer Takashi Ueno, der auch in Butô ausgebildet wurde. Körperliche und kulturelle Unterschiede werden sichtbar und dennoch sind sie Teil einer Suche nach gemeinsamen Bezügen.
UNTER NULL führt das Publikum in vereiste Raum- Klang- und Bilderwelten. Das Forschungsteam spielt mit assoziativen Mikro- und Makro- Kosmen rund um den dritten Aggregatzustand des Wassers. Wie unter einem Sezierglas werden die medial geprägten Ingredienzien einer polaren Expedition in Augen- und Ohrenschein genommen. Sie werden herangezoomt, zerlegt, demontiert, verzerrt und aus ihren Kontexten isoliert und gespiegelt.
Die faszinierend vielfältige Materialität des Rohstoffs Holz bildet den Ausgangspunkt für eine Fusion aus zeitgenössischem Tanz, Objektmanipulation, Live-Musik und Rauminszenierung. Mit seinem neuesten Stück setzt Felix Bürkle seine künstlerische Recherche zum Verhältnis von Mensch und Materie fort, die er im Jahr 2007 mit seinem international tourenden Stück beckett, beer and cigarettes begann, in dem er Bierflaschen zum Tanzen brachte.
Dubito ergo sum – ich zweifle, also bin ich. Es gibt keine Sicherheit. Was passiert, wenn man sich völlig vom Zweifel einnehmen lässt? Was geschieht, wenn wir allen Stimmen Gehör schenken, die sich im Körper bewegen? Wie viele Körper haben wir? Welche Form wird die Zeit haben, wenn nichts sicher ist? Was geschieht im Raum, wenn sich die Wahrnehmung der Realität ständig verändert? Der Zweifel ist ein Prinzip der Revolution, er kratzt ständig an unserer Sicherheit. Lässt man den Zweifel erst einmal Wurzel fassen, wird etwas in die Wege geleitet, das unser gesamtes Handeln bestimmt. Aus diesem Zweifel und den aufkeimenden Fragen schöpft Morgan Nardi in seinem neuen Solo den Samen der Kreativität.
Nach Irgendwo wird in der Spielzeit 2011/12 eine weitere Renegade Produktion im Schauspielhaus Bochum Premiere feiern. In der Choreografie von Malou Airaudo werden Tänzer unterschiedlicher Stilrichtungen - jeder auf seine Weise, nach dem verlorenen Drachen suchen. Dieser steht für die Sehnsucht und die Hoffnung, die Liebe, aber auch die Traurigkeit und eben die Verlorenheit, die der Mensch nun einmal in sich trägt. Renegade ist seit 2010 artist in residence am Schauspielhaus Bochum.
Nature Morte beschreibt mit einprägsamen panoramischen Videobildern des Bühnenbildners Martin Rottenkolber eine Kollision zwischen zwei Abgesandten und den unbeschriebenen Orten unserer Erde. Nicht-Orte wie Brachland, Supermarktparklätze oder Autobahnstandstreifen bilden das Setting. Dieser Welt ohne Geschichte und Identität soll eine Kodierung verpasst werden durch das Ziehen gestischer Trampelpfade. Die Bewegungen versuchen durch Wiederholung und Variation Einschreibungen vorzunehmen, die einer intuitiven Logik folgen. Aber ist das der Auftrag der Kreaturen? Sind diese Wesen doch nur verirrte Menschen? Es entstehen Momente des Übergriffigen, Obszönen, politisch Unkorrekten oder Übernatürlichen, die am Ende vielleicht die Frage nach dem Verhältnis von Mensch und Natur in sich tragen.
Die Happy Living Trilogy besteht aus drei unabhängig voneinander inszenierten und aufführbaren Stücken über mediale Glücksinszenierungen, die zusammen ein abendfüllendes Stück ergeben. Nature Morte ist der zweite Teil der Happy Living Trilogy.
young&furious markiert die erste Zusammenarbeit zweier unkonventioneller Theatermacher, die sich über ihre langjährige Produktionsbeziehung zum Theater im Pumpenhaus Münster kennen und schätzen gelernt haben. Der Choreograf Samir Akika und der Münsteraner Nachwuchsregisseur Johannes Fundermann arbeiten in young&furious zusammen mit Jugendlichen aus Belgien und Deutschland an einem Portrait von acht jungen Individuen, acht Perspektiven auf die Gesellschaft und das Leben in ihr. Dort, wo sich die individuellen Leben und Geschichten überschneiden, entsteht ein Panorama aus inneren Stimmen und äußeren Zuschreibungen, historischen Splittern und fiktiven Geschichten. Sind wir alle Teil des selben Zeitstroms oder laufen wir auf parallelen Spuren? Wo führt das nur alles noch hin?
Ein Spiel der Ironie mit dem Sinn, rhythmische Strukturen, die zu zerfallen drohen; Lügen, Trugbilder im Halblicht. Das Bühnenstück für sechs Darsteller erschafft eine instabile Welt der Zwischenzustände: ambivalent und fragil, verzweigt und in ständiger Transformation. Abrupte Montagen und angeschnittene Bildentwürfe verbinden sich mit komplex arrangierten Kompositionen. Dramatische Geschlossenheit wird mit einer Offenlegung der Mittel theatraler Darstellung konfrontiert. So entsteht eine choreografische Poetik, die erlebte Nähe und reflexive Distanz, Kunst und Realität in einer paradoxen Spannung vereint.
Sechs Tänzer und ein Geräuschemacher entführen den Zuschauer/-hörer in ein wechselvolles Spiel von gesprochenen Texten, Musik und Geräuschen, von Räumen und Bewegungen. Im Mittelpunkt von I’VE SEEN IT ALL steht die surreale, zwischen Wachen und Träumen changierende Welt eines jungen Mannes, der, von einer Stimme aus der Dunkelheit angesprochen, erwacht. Die Stille weicht weiteren Stimmen. Bizarre Figuren bekommen Gestalt und Form. Unsichtbares wird hörbar, Unausgesprochenes sichtbar. I’VE SEEN IT ALL nimmt das Publikum mit auf eine Reise vom Mund, durch das Ohr über das Auge in den Kopf des jungen Mannes, in eine von Phantasmagorien beherrschten Welt. Es entsteht ein Hör-Spiel! Ein Spiel mit dem Hören und der Absicht eine veränderte Wahrnehmung herbeizuführen.
Ein Tanz-Projekt für die Allerkleinsten (0-3 Jahre)
Wie läuft der Pinguin im Vergleich zum Menschen und wie bewegt sich ein Tiger? Nach ihrem Erfolgsstück Ich sehe was, was du nicht siehst beschäftigt sich die Frankfurter Choreografin Célestine Hennermann in ihrer neuen Arbeit mit den Bewegungen von Tieren. Die zeitgenössische Tänzerin Katharina Wiedenhofer und der HipHop-Tänzer Albi Gika spielen mit den typischen Bewegungsabläufen von Elefant, Hund, Katze und Co und bringen ein besonderes Requisit zum Einsatz: Mehr als ein Dutzend Eimer in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Größe dienen als Elefantenfüsse, Kopfbedeckung, Pfote, aber auch als Bühnenbild und Sitzgelegenheit.
Zur Soundcollage, die eigens von dem Frankfurter Komponisten Gregor Praml entwickelt wurde, lädt ELEPHANT WALK die kleinen Zuschauer in eine Welt der kleinen und großen Überraschungen ein.
Solo für I-Fen Lin
Aus dem Nichts erscheint eine Frau auf einem weißen Teppich voller Kabel und Lampen. Ein Mann mit elektrischer Gitarre sitzt im Nebenraum. Wir hören von einem Tag an dem nichts passiert, nichts was sichtbar wäre. So rücken die weniger fassbaren Dinge in den Vordergrund. Splitter aus Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Banalität des Alltäglichen und inneren Abgründen, landen vor unseren Füßen. Die taiwanesische Tänzerin I-Fen Lin macht dieses Solo zu einer sehr persönlichen und gleichzeitig höchst virtuosen Tanzperformance.
White Landing ist der erste Teil der "Happy Living Trilogy", die in dem Solo die individuelle Biografie des Einzelnen auf ihre glücksstiftende Wirkung hin untersucht: das Duo Nature Morte beleuchtet unser Verhältnis zu unserer nahen natürlichen Umwelt und das Trio Heute nicht, stellt Un/Glück in den größeren Zusammenhang von Schicksal, Unfall und Katastrophe.
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