Jailbreak Mind
Mixed-media Tanztheater, 2009
60´
4
on tour
Virtuelle Welten werden real in Fabien Priovilles düsteren Visionen. Ausgangspunkt des Solos bildet die Geschichte eines jungen Japaners, der scheinbar willkürlich eine Gruppe von Menschen tötete. Es scheint, als würde er sich in den Kopf des Täters einloggen, sich illegalen Zugang zu seiner Gedankenwelt verschaffen und so in doppelter Weise die Manipulierbarkeit der Gefühle widerspiegeln. Seine Choreografie entwickelt Fabien Prioville aus dem Thema der emotionalen Verschlossenheit und der Interaktion mit der digitalen Wunschwelt und lässt suggestive Bilder von hoher Intensität entstehen, die einen Blick in die widersprüchliche Gefühlswelt des Täters werfen.
„Prioville findet eine tänzerische Form für die tonlos schreiende Einsamkeit eines unbesonderen Zeitgenossen. ... Ihm gelingt es über weite Strecken, ganz unpostdramatisch, jene Unmittelbarkeit spürbar zu machen, bei der sich Wahrnehmungen und Identitäten vermischen. Faszination und Schrecken.“ (Melanie Suchy, ballettanz)
Konzept, Choreografie: Fabien Prioville
Musik: Frank Schulte
Video: Uli Sigg
Eine Produktion von Fabien Prioville, koproduziert durch das tanzhaus nrw und Trafó, Budapest.
Gefördert durch die Kunststiftung NRW, das NRW Landesbüro freie Kultur und die Stiftung Van Meeteren.














